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BEATE SCHWENZITZKI
Aus ihrem Leben

Aufgewachsen in den 70er Jahren in der ländlichen DDR, erlebte Beate Geborgenheit in ihrer Familie und in der Nachbarschaft. Gleichzeitig machte sie immer wieder die Erfahrung von Verlassen-Werden, von Gewalt und Unsicherheit: Wer bin ich? Was bin ich wert?

 

Ihre Fähigkeiten des besonderen Sehens, besonderen Hörens und tiefen Fühlens, die sie schon als Kind erlebte, blieben unerkannt.

Schon als Grundschulkind wird sie ganz selbstverständlich in die Alltagsanforderungen auf dem elterlichen Hof eingebunden: Mitarbeiten, die Eltern unterstützen statt Nähe und Verständnis ins Leben geleitet zu werden. Dies führt zu Überforderung und dem Gefühl von Abgetrenntsein und Entfremdung.

 

Liebe und Zärtlichkeit fehlen ihr, als sie beides am dringendsten gebraucht hätte. Verzweiflung und Orientierungslosigkeit bestimmen ihr Leben.

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Doch ihre Offenheit und ein kleiner Funke von Lebendigkeit, vor allem ihre unstillbare Sehnsucht nach Angenommensein und Geborgenheit lassen sie durchhalten.

 

In Phasen von Verzweiflung und Einsamkeit gibt ihr ihre Verbundenheit mit der Natur, mit ihren Tieren und dem ganzen Kosmos Kraft und Zuversicht. Mit Sechzehn verläßt sie das Dorf und wird Kinderkrankenschwester in der nahegelegenen Kleinstadt und zieht in der Wendezeit nach Berlin.

 

Kurz darauf wird sie Mutter und entscheidet sich, ihren Sohn alleine aufzuziehen. Diese Entscheidung führt sie einerseits an die Grenzen von Anstrengung, Schmerz und Hilflosigkeit, gleichzeitig spürt sie Glück und Zufriedenheit und erlebt Unterstützung durch ihre Familie.

In den darauffolgenden Jahren steuert sie als berufstätige, alleinerziehende Frau ihre kleine Familie durch den Alltag und balanciert sie immer wieder aus. Durch Mountainbiken in Skandinavien und Fallschirmspringen erfährt sie Erdung und Freiheit für Körper und Seele. Sie öffnet sich anderen Kräften und findet seelische Verbundenheit im Kontakt mit ihrer verstorbenen Großmutter.

 

Mitten in einem erfüllten und aufregenden Leben wird Beate durch eine lange Krankheit gezwungen, sich von allem zurückzuziehen und auf ihr Leben zu schauen - und auf ihre Schatten. In der Einsamkeit am tiefsten Punkt ihrer Wunde angelangt, beginnt sie, sich selbst zu erforschen.

 

Nach der Hektik und Getriebenheit ihres bisherigen Lebens erlebt sie jetzt Erschöpfung und Stillstand, erkennt ihre Bedürftigkeit und ihren Mangel.

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Achtsam und mit Feingefühl erforscht sie ihren inneren, stillen Raum. Sie beginnt sich zu erinnern, erkennt ihre Verletzungen und ihre Fähigkeiten des intuitiven Sehens, Hörens und tiefen Fühlens und versteht Zärtlichkeit als geistig fühlende Haltung.

 

Stille ist für sie die Essenz von Heilung. Sie ist feinfühlig, ehrlich und direkt. In der Begegnung und Arbeit mit Beate erfahren die Menschen Klarheit, Gelassenheit und Freude am Leben in tiefer Verbundenheit und lebendiger Berührung.

 

Sie lebt und arbeitet in Mecklenburg-Vorpommern und in der Schweiz. In den Wildniscamps öffnet sie feinfühligen Kindern, Frauen und Männer einen Raum, ihr Potenzial zu erkennen, zu erfahren und zu stärken.

 

Beate arbeitet auch über Zoom und begleitet feinfühlige Menschen 1 : 1 an Orten der Stille.